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Sanierung der Echo Medien

Darmstadt, 22. September 2014. In den vergangenen Wochen hat die Echo Medien GmbH durch den Ex-FAZ-Geschäftsführer Jochen Becker ein Sanierungskonzept erarbeiten lassen. Beim Darmstädter Traditionshaus waren durch die rapiden Veränderungen im Zeitungsmarkt die Umsätze zurückgegangen. Jetzt soll das Unternehmen mit einer neuen Strategie wieder auf Erfolgsspur kommen.

Das Sanierungskonzept basiert auf einer Konzentration des Unternehmens auf seine Kernaufgaben: die Menschen in Darmstadt und Südhessen mit Informationen zu versorgen und Werbekunden eine erfolgreiche und kosteneffiziente Plattform zu bieten.

Davon ausgehend werden nun Zentralbereiche des Unternehmens ausgegliedert, die für diese Kernaufgaben nicht unmittelbar relevant sind. Das bedingt auch einen deutlichen Stellenabbau. Aktuell geht man in der Holzhofallee davon aus, dass mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut werden und in etwa 140 erhalten bleiben können.

Verleger Hans-Peter Bach, sagt dazu: „Wir sind uns bewusst, dass diese Information für viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Schock ist und Ihnen Angst macht und wir haben uns diese Entscheidung keineswegs leicht gemacht. In diesem Fall aber bedeutet dieser tiefe Schnitt, Verantwortung für die Mitarbeiter und das Unternehmen zu tragen. Die Marktbedingungen für Tageszeitungen haben sich radikal geändert und es ist die Pflicht der Geschäftsführung, dem Unternehmen und den verbleibenden Mitarbeitern eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen."

Um den Stellenabbau so fair wie möglich umzusetzen, werden ein Interessenausgleich und ein Sozialplan verhandelt. Während der Verhandlungsphase werden alle Mitarbeiter regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informiert.

In Zukunft soll das Echo mit einer verkleinerten Rumpfmannschaft und flexibleren Strukturen durch die Konzentration auf drei Bereiche profitabler und zukunftsfähiger werden:

1. Den Qualitätsjournalismus, mit dem wir nicht nur nah dran, sondern mittendrin im Herzen der Region sind. Somit steht er sinnbildlich für die Lebendigkeit der Region Südhessen, die regionale Gemeinschaft, den Austausch und das Wir-Gefühl der Menschen in der Region.

2. Den Absatz von Werbung und Dienstleistungen für die Objekte der Echo Medien (Print / Digital).

3. Den Ausbau der Verteildienste für eigene Printprodukte der Echo Medien sowie der logistischen Dienstleistungen für Dritte.

Hannes Fischer, Pressesprecher der Echo Medien, betont, dass die Geschäftsführung früh reagiert hat, um im Rahmen eines solchen Sozialplans den Stellenabbau im Rahmen der Möglichkeiten gerecht durchzuführen. „Natürlich ist uns bewusst, dass es für jeden, der seinen Arbeitsplatz verliert, ein sehr hartes Los ist und wir bedauern die Notwendigkeit dieser Maßnahme sehr. Gleichzeitig werden wir alles dafür tun, dass die Echo Medien weiterhin eine Zukunft haben und ihre Rolle in der hessischen Medienlandschaft erfüllen können."

 

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