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Weichenstellung für die Zukunft – die Echo Medien kündigen Sparkurs an

Darmstadt, 30. Juni 2014. Um sich für die Zukunft sicher aufzustellen, haben die Echo Medien sich aufgrund des branchenweit beschleunigten Umsatzrückgangs zu einer tiefgreifenden Sanierung entschlossen. Dies wurde am Montag im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung der Belegschaft mitgeteilt.

Die deutsche Zeitungslandschaft befindet sich im Umbruch. Konnten Tageszeitungen in Deutschland 1991 eine tägliche Auflage von rund 27,3 Millionen Exemplaren vorweisen, waren es 2013 weniger als 18 Millionen verkaufter Exemplare. Ein Minus von über 30 Prozent. Neben den wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen macht den Tageszeitungen vor allem die zunehmende Digitalisierung des Medienbereiches zu schaffen. Mit den sinkenden Auflagenzahlen gehen rückläufige Werbemarktumsätze einher. Diese Entwicklungen machen auch vor renommierten Zeitungshäusern nicht Halt: 2012 musste das Traditionsblatt Frankfurter Rundschau Insolvenz anmelden. Im selben Jahr stellte Gruner und Jahr aus wirtschaftlichen Gründen die Financial Times Deutschland ein. Jüngstes Beispiel ist die Münchner Abendzeitung, die im März Insolvenzantrag stellte.

Die Echo Medien begegnen diesem Strukturwandel im Medienbereich aktiv. In den vergangenen zwei Jahren stellte sich das traditionsreiche Darmstädter Medienhaus auf eine prozessorientierte Organisation um. Zugleich wurden im Rahmen einer intensiven Analyse und Neuausrichtung die Werte und Funktionen der Marke neu erarbeitet und festgelegt. Das Unternehmen konzentriert sich seither noch stärker auf seine lokale Kompetenz, präsentiert sich moderner und schlanker.

Auch wenn diese Maßnahmen bereits Erfolge zeigen, erfordert der anhaltende und sich zuletzt beschleunigende branchenweite Umsatzrückgang weitere Einsparungsmaßnahmen. Daher der Entschluss der Echo Medien zu einer tiefgreifenden Sanierung.

Die zentralen Funktionen der Echo Medien sind es, die Menschen in Darmstadt und Südhessen mit Informationen zu versorgen und Werbekunden eine erfolgreiche und kosteneffiziente Plattform zu bieten. Die Sanierung soll eine starke Konzentration auf diese Kernthemen ermöglichen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Echo Medien-Produkte stärken. Damit will sich das Unternehmen auch zukünftig seinen festen Platz in der deutschen Zeitungslandschaft sichern.

„Dieser Schritt ist leider unumgänglich und es bricht eine harte Zeit für uns an. Aber für die Zukunft und die Sicherung der Zukunft unseres Traditionshauses ist dies der einzige richtige Weg“, so der Verleger Hans-Peter Bach.

Um eine ebenso objektive wie professionelle Vorgehensweise zu garantieren, wird Herr Jochen Becker als Sanierungsexperte hinzugezogen.

Herr Becker, früherer Geschäftsführer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) und seit längerem Berater für Medienhäuser, wird in den kommenden Wochen sämtliche Funktionsbereiche des Hauses sowie vorliegenden Konzepte zur Ergebnisverbesserung prüfen und ein umfassendes Sanierungskonzept zur nachhaltigen, wirtschaftlichen und publizistischen Entwicklung der Echo Medien erarbeiten. Darin werden auch Möglichkeiten untersucht, Einzelbereiche auszugliedern, um die Struktur zu verschlanken und Kosten einzusparen. Dieses wird voraussichtlich Mitte bis Ende August vorgestellt werden. Herr Becker wird das Haus auch bei der Umsetzung des Sanierungskonzeptes begleiten und das Unternehmen nach Abschluss der Sanierung wieder verlassen.

 

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